In der Sektion Medienpädagogik sind Erziehungswissenschaftler_innen organisiert, deren Arbeitsschwerpunkt auf medienpädagogischen Fragen in Forschung und Lehre liegt. Aktuell sind über 280 Wissenschaftler_innen in der Sektion Mitglied, darunter auch Kollegen_innen aus Österreich und der Schweiz.

Die Mitglieder der Sektion Medienpädagogik setzen sich in Lehre und Forschung vor allem mit Fragen der Medienbildung und Medienerziehung, der Mediensozialisation und der Mediendidaktik (Lehren und Lernen mit Medien) auseinander. Ihre empirischen, methodischen und theoretischen Ansätze greifen nicht nur Fragestellungen aus allen Bereichen der Bildungswissenschaften, der Kommunikations‐ und Medienwissenschaft auf, sondern gerade auch solche Probleme und Themen, die im Schnittpunkt zwischen diesen Feldern liegen. Zahlreiche Medienpädagog_innen arbeiten in der Bildungs‐ und Lehr‐Lernforschung, wo es um die Gestaltung mediengestützter Lernumgebungen für selbstgesteuertes Lernen in den verschiedensten Bildungsbereichen und um die Sicherung geeigneter institutioneller Rahmenbedingungen für solche Lernumgebungen geht.

Obgleich an einzelnen Hochschulen medienpädagogische Studiengänge und Zusatzausbildungen eingerichtet werden konnten, besteht insgesamt erheblicher Handlungsbedarf. Die Sektion Medienpädagogik fordert, dass an jeder Hochschule, an der pädagogische Fachkräfte ausgebildet werden, je nach Größe der Studierendenzahlen und Studiengänge ein bis zwei medienpädagogische Professuren mit entsprechenden Mitarbeiter_innenstellen einzurichten sind. Die Sektion tritt mit Nachdruck für eine medienpädagogische Grundbildung aller pädagogischen Fachkräfte ein – in der frühkindlichen Bildung, in der schulischen Bildung, in den außerschulischen Arbeitsfeldern.

In der medienpädagogischen Forschung halten wir es für dringend geboten, eigenständige medienpädagogische Forschungsschwerpunkte bei den großen Fördergebern zu etablieren, die eine auf Langfristigkeit angelegte Grundlagenforschung in verschiedenen Teilbereichen der Medienpädagogik ermöglicht. Erheblich stärker zu fördern sind die medienpädagogische Praxis‐ und Evaluationsforschung, um angesichts der rasanten Medienentwicklung sicherzustellen, dass die medienpädagogischen Praxis systematisch beobachtet, überprüft und weiterentwickelt werden kann.

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