Mit Diversität verknüpft sich die Erwartung auf eine neue Perspektive auf Gesellschaft. Ein neuer Umgang mit Vielfalt soll implementiert werden. Aber ist das Thema in der Kulturellen Bildung angekommen und wie und von wem wird es diskutiert? Werden Fragen nach Ein- und Ausschlüssen gestellt oder wird die Vielfalt verschiedener Gruppen als ein fröhlicher, bunter Strauß gefeiert, bei dem ausgeblendet wird, dass es unterschiedliche Zugangschancen gibt, dass Kunst und Kultur noch immer als Distinktionsmerkmal fungieren? Zuschreibungen erfolgen auch gerade über Kultur, d.h. kulturelle Merkmale werden essentialisiert und als vermeintlich "typische" und einzig mögliche Eigenschaften dargestellt, so dass z.B. Personen mit dem sogenanntem Migrationshintergrund oder aktuell geflüchtete Menschen in Projekten der Kulturellen Bildung ihre "Herkunftskultur" repräsentieren sollen, nicht als einen, sondern als ausschließlichen Teil ihrer Identität. Werden sie nicht eben dadurch zu den "Anderen", weil sie als eine spezielle Zielgruppe formuliert werden und somit eine Kontrastfolie zu den unsichtbar verbleibenden "Nicht-Anderen" bilden? Gleiches kann für weitere Diversitätsdimension wie Geschlecht, Behinderung, Alter etc. ausdifferenziert werden.

Am Themencluster „Kulturelle Bildung und Diversität“, das sich als offene Gruppe versteht, die sich derzeit in einer Art Lektürekreis mit dem erläuterten Themenkomplex befasst, wirken mit:


- Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Universität Bayreuth, Clustersprecherin
- Dr.in Nina Stoffers, Leipzig, Clustersprecherin

- Thomas Blum, Universität Leipzig / Universität der Künste Berlin
- Leila Haghighat, Berlin, Universität für Angewandte Kunst Wien
- Dr.in Adrianna Hlukhovych, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
- Dr.in Stefanie Kiwi Menrath, Berlin, Universität Hildesheim
- Josefine Siebert, Rudolstadt


Das Themencluster will den angeführten Fragen in unterschiedlichen Bereichen und künstlerischen Sparten der Kulturellen Bildung nachgehen. Es möchte Aktivitäten initiieren, die sowohl forschungs- als auch praxisrelevant sind und den Prozess zu einer diversitätsbewussten Kulturellen Bildung kritisch begleiten und voranbringen.

Informationen zu Aktivitäten und Terminen des Clusters erhalten Sie in unserem Newsletter. Zudem können Sie sich auch direkt an die Clustersprecher_innen wenden.

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