Ästhetik – Digitalität – Macht
Neue Forschungsperspektiven im Schnittfeld von kultureller Bildung und Medienpädagogik

Joint Conference - 18. - 20. März 2021 - ONLINE 
11. Tagung des ›Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung‹ und Frühjahrstagung der ›Sektion Medienpädagogik‹ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft veranstaltet von:

›Digitalisierung in der kulturellen Bildung – ein Metaprojekt (Teilprojekt 1)‹ des Lehrstuhls für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Terminverschiebung & Online-Formate aufgrund von Covid-19
Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat in den letzten Monaten auf vielfältige Weise unserenAlltag und unser Arbeitsleben geprägt. In Anbetracht der schwierigen Planungssituation undder unsicheren Zeithorizonte haben wir uns entschieden, unsere gemeinsame Tagung "Ästhetik– Digitalität – Macht." zu verlegen. Diese für uns alle neue und unbekannte Lage erfordertan vielen Stellen ein Umdenken und die Suche nach neuen, innovativen Gestaltungsmöglichkeiten. Wir möchten – gemäß dem Design-Credo "form follows function" – die Tagung im Frühjahr 2021 als Online-Format in den virtuellen Raum verschieben. Auch für uns als Organisator:innen bedeutet diese Umstellung ein anderes Planen und Arbeiten. Wir möchten mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten der digitalen Umsetzung erproben, d.h. wir unterstützen Sie mit all unseren Kapazitäten bei der Umsetzung Ihrer Beiträge, bemühen uns um niederschwellige Online-Angebote und freuen uns über kreative Vorschläge. Bei der Einreichung von Beitragsvorschlägen finden Sie daher sowohl die Möglichkeit, eine Umsetzungsoption auszuwählen, als auch freie Vorschläge für Ihr Online-Format zu formulieren. Autor_innen, die bereits einen Beitragsvorschlag eingereicht haben, bitten wir, die entsprechenden Pläne zur Online-Umsetzung auf ConfTool nachzutragen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns. Sie haben Ideen und Anregungen für Online-Formate und Tagungsaspekte, auf die Sie auch im Virtuellen nicht verzichten wollen? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns diese über die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kommunizieren! Was hat sich mit diesem Call verändert? Wir haben Termine und Fristen für die Einreichungund Bearbeitung von Beitragsvorschlägen verlängert und die Tagungsformate für die Online-Umsetzung ergänzt. Da der Einfluss der Pandemie auf Forschung und Lehre, Praxis und Kommunikation nicht zu unterschätzen ist, möchten wir Sie ermutigen, diese bei Bedarf in/mitIhrem Beitrag zu thematisieren. Wir laden Sie herzlich ein, dieses Experiment mit uns anzugehen und den wissenschaftlichen Austausch online fortzuführen!

Tagungsthema und Call
Digitalisierung verändert Selbstverhältnisse, Gemeinschaftsformen und Demokratieverständnisse. Die gegenwärtige post-digitale Kultur und ihre ästhetischen Erfahrungsräume können ohne Kenntnis digitaler Medialität und digitaler Designs – verstanden als machtgeladene ästhetische Prozesse (Mareis 2016, von Borries 2016) – nicht mehr verstanden werden. Umgekehrt ist die Ausbreitung digitaler Medialität in der ästhetisierten Gesellschaft (Reckwitz 2012, Böhme 2016) nur mehr unter Bezug auf ästhetisch-kulturelle Praxen entschlüsselbar. Ästhetische,
kulturelle und mediale Wissensfelder sind daher für pädagogische Handlungsfähigkeit wie auch für eine zukunftsgerichtete Entwicklung der Forschung zur kulturellen Bildung und Medienpädagogik unumgänglich.

Die gemeinsame Tagung des ›Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung‹, der DGfE-Sektion "Medienpädagogik" und des Forschungsprojektes "DiKuBi-Meta2 (BMBF, 2018-2022) möchte Forschende zur ästhetisch-kulturellen Bildung und Forschende im Feld der Medienpädagogik
zusammenbringen, gegenseitig Einsichten erkunden, Kooperationsmöglichkeiten sondieren und gemeinsam neue Perspektiven für Forschung und Praxis diskutieren. Das Experiment, dies auch online zu ermöglichen, möchten wir gemeinsam mit Ihnen unternehmen! Wir bitten um Einreichungen, die insbesondere Schnittfelder von ästhetischen, künstlerischen, medialen, (post-)digitalen und designbezogenen Phänomenen und Praktiken in pädagogischer bzw. bildungstheoretischer / bildungsbezogener Perspektive in den Blick nehmen.

Dabei können beispielsweise folgende Fragenkomplexe (direkt oder indirekt) adressiert werden:
• Welche Beiträge können kulturelle Bildung und Medienpädagogik im Hinblick auf ein nicht technologisch verengtes Verständnis von "Digitalisierung" im Bildungsbereich leisten? Welche spezifischen Aspekte im Hinblick auf non-formale, formale und informelle Bildungsprozesse
lassen sich theoretisch oder empirisch aufzeigen?

• Wie verändern sich ästhetische Praxis und (auch informelle) kreativ-künstlerische Lern- und Bildungsprozesse? Wie lassen sich kommunikative Praxen im Kontext digital basierter Ästhetisierungsprozesse (z.B. auf TIKTOK) verstehen und beforschen? Welche Bedeutung kommt der gleichzeitigen Mediatisierung und Ästhetisierung von Lernen und Bildung im Kontext digitaler Onlineplattformen (z.B. Tutorials, Influencer) zu?

• Wo liegen die Beiträge und Perspektiven der Forschung zur kulturellen Bildung und Medienbildung im Hinblick auf Subjektivität, Handlungsfähigkeit und die Suche nach Aspekten "digitaler Souveränität" in einer zunehmend digital designten Welt? Wie lassen sich diese
Potenziale in der Forschung aufweisen und heben?

• Welche Bedeutung hat "Design" – als Gegenstand und Bezugsfeld, im Kontext von Forschungsmethoden (design based research), als paradigmatisches Bezugsfeld (design studies) oder auch als pädagogisch-didaktisches Prinzip (instructional design) – für Digitalisierung in Bildungsbereichen?

• Welche Bedeutung haben Digitalisierungsprozesse für Handlungsbereiche der kulturellen Bildung und der Medienpädagogik? Wie verändern sich Klientel(-anforderungen), Themenbezüge, Arbeitsbedingungen? Wie steht Digitalisierung zu anderen gesellschaftlichen Transformationsprozessen, die für die kulturelle Bildung von Bedeutung sind (etwa im Kontext von Globalisierung, Migration, Klimawandel oder Nachhaltigkeit)?

• Wie verändern digitale und post-digitale Entgrenzungen kreativer Arbeitsfelder und künstlerischer Praxen – z.B. in den creative industries – die Bezugsfelder der kulturellen Bildung und der Medienpädagogik? Welche Potenziale, Transformationen oder veränderte institutionelle  Bedingungsgefüge ergeben sich daraus?

• Wie kann der Transfer von Forschungserkenntnissen in die Praxis gelingen? Welche Forschungszugänge und -themen bieten geeignete Anschlüsse? Was sind Bedingungen und Probleme einer (aus pädagogischen Logiken heraus) selbstbestimmten "digitalen" Professionalisierung
und Organisationsentwicklung innerhalb der kulturellen Bildung?

EINREICHUNGEN
Die Tagung bietet unterschiedliche Formate an, um eine differenzierte Auseinandersetzung und Analysen in Theorie und Praxis zu ermöglichen. Wir laden Sie herzlich ein, Abstracts für Panelbeiträge (Einzelvorträge), künstlerisch-praktische und / oder forschungsmethodische Labore und Poster einzureichen. Neben der Einreichung zum aktuellen Thema der Tagung besteht die Möglichkeit zur Präsentation von (Zwischen-)Ergebnissen aus laufenden Forschungsprojekten. Über weitere Ideen zur digitalen Umsetzung der Formate freuen wir uns!

I. PANELBEITRÄGE (20 min)
Die Vorträge zu konkreten Forschungsprojekten sind als Panelbeiträge (Einzelvorträge) mit einer Dauer von 20 Minuten mit anschließender Live-Diskussion per Videokonferenz geplant. Die Vorträge können sich mit theoretischen Fragestellungen, der Darstellung von Forschungsdesigns
und / oder empirischen Ergebnissen beschäftigen, eine Bezugnahme zu den oben genannten Themen wird vorausgesetzt.

• Titel und Kurzbeschreibung des Beitrags (ca. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Zentrale Fragestellung / Ergebnis des Beitrags inkl. Relevanz für die Tagungsthematik
(max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, exkl. Literaturangaben)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Angaben zur technischen Umsetzung

II. LABORE (120 min)
Die Labore sind auf 120 Minuten angelegt und finden mit einer begrenzten Anzahl an Tagungsteilnehmer_innen statt. Mit ihrem interaktiven Charakter bieten sie die Möglichkeit, Themen explorativ und praktisch-experimentell, ästhetisch und / oder forschend zu erproben und aktiv zu gestalten. Für die Realisierung ist eine Aufwandsentschädigung vorgesehen. Bitte geben Sie bei der Einreichung Ihre technischen Bedarfe, Ausstattungsanforderungen etc. an und wenden Sie sich bei Fragen gerne direkt an uns.

• Titel und Kurzbeschreibung des Labors (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Ausführliche Beschreibung des Beitrags inkl. Relevanz für die Tagungsthematik (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Angabe zur technischen Umsetzung und benötigter Ausstattung, Anforderungen an die (virtuellen) Räumlichkeiten, ggf. Material und dessen Verfügbarkeit
• Hinweis: bei frühzeitiger Absprache können evtl. Räumlichkeiten und technische Unterstützung in Nürnberg oder Erlangen zur Umsetzung, Aufzeichnung und/oder Übertragung organisiert werden

III. POSTER (5 min Präsentation)
Poster zur Vorstellung laufender Forschungsarbeiten und -vorhaben, die anschlussfähig an das Tagungsthema sind und dieses graphisch zugänglich machen, können im Rahmen einer Postersession vorgestellt werden. Die Präsentation der Poster (ca. 5 min, audio only) wird während der Tagung für alle Teilnehmer_innen abrufbar sein. Vorgesehen ist darüber hinaus ein moderierter Live-Austausch zwischen Autor_innen und Tagungsteilnehmer_innen, der in individuellen Gesprächen online vertieft werden kann (vgl. Speakers’ Corner). Die Poster sind im Vorfeld der Tagung in ausreichender Auflösung als PDF-Datei (Richtwert: 300 dpi, max. 10 MB) einzureichen.

• Titel und Kurzbeschreibung des Vorhabens (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Zentrale Fragestellung / Ergebnis des Beitrages inkl. Relevanz des Beitrags für die Tagungsthematik (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, exkl. Literaturangaben)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

IV. PROJEKTPRÄSENTATION (20 min)
Die Projektpräsentationen sind als Panelbeiträge (Einzelvorträge) mit einer Dauer von 20 Minuten mit anschließender Live-Diskussion per Videokonferenz geplant. Die Beiträge bieten die Möglichkeit, unabhängig vom Tagungsthema laufende Forschungsprojekte vorzustellen, methodische und theoretische Aspekte sowie (Zwischen-)Ergebnisse der Vorhaben zu diskutieren.

• Titel und Kurzbeschreibung des Beitrags (ca. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Zentrale Fragestellung / Ergebnis des Beitrags (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, exkl. Literaturangaben)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Angaben zur technischen Umsetzung

Verlängerung der Einreichungsfrist!
Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge und Unterlagen bis zum 1. November 2020 elektronisch über ConfTool ein. Über die Annahme des Beitrags entscheidet das Scientific Committee bis zum 5. Januar 2021. Die Benachrichtigung erfolgt im Anschluss.


HINWEIS ZUR PUBLIKATIONSPLANUNG
Im Anschluss an die Tagung ist eine Publikation der Beiträge im Jahrbuch Medienpädagogik als Print on Demand (PoD) auf der Onlineplattform der ZEITSCHRIFT MEDIENPÄDAGOGIK (onlinefirst auf medienpaed.com als CC4.0), sowie auf der Plattform kubi-online.de geplant.


SCIENTIFIC COMMITTEE

Sandra Aßmann · Patrick Bettinger · Andreas Brenne · Benjamin Jörissen · Joachim Ludwig · Kiwi Menrath · Elke Möller · Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss · Claudia Rosskopf · Klaus Rummler · Lisa Unterberg · Manuel Zahn

TAGUNGSWEBSITE
https://www.dikubi-meta.fau.de/veranstaltungen/joint-conference-11-netzwerktagung/

TWITTER & INSTAGRAM #kubimpaed20

WEITERE INFORMATIONEN
https://www.dgfe.de/sektionen-kommissionen-ag/sektion-12-medienpaedagogik
https://www.medienpaed.com/

KONTAKT
Elke Möller Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung
Bismarckstraße 1a · D-91054 Erlangen
+49 (0) 9131 85 25887

Den gesamten Call als PDF finden Sie hier.

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