29.06.2026 // Online

Gesellschaftliche Transformationen fordern die Soziale Arbeit und die Kulturelle Bildung heraus, konzeptionelle Antworten auf Fragen zu finden, wie sich – auch angesichts veränderter struktureller und finanzieller Rahmenbedingungen – Orientierungen und Ziele dieser beiden Handlungs- und Professionsfelder realisieren lassen, z. B. in Bezug auf umfassende kulturelle Teilhabe und Bildung. Das Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung kommt ins Gespräch mit Prof.in Dr.in Marion Gerards (Katholische Hochschule NRW – Standort Aachen) und Prof.in Dr.in Sara Hubrich (Hochschule Darmstadt).

Nachdem sich beide Felder - Kulturelle Bildung und Soziale Arbeit - fachlich, strukturell und professionell unterschiedlich entwickelt haben, ist aktuell an ihren Schnittstellen viel in Bewegung gekommen: Kulturell-ästhetische Bildung wird einerseits als eigenständiger und spezifischer Bereich Sozialer Arbeit verstanden, andererseits wird kritisch diskutiert, inwiefern  kulturell-ästhetische Bildung als Methode in der Sozialen Arbeit eine Verkürzung darstellt. Im Feld der Kulturellen Bildung wiederum werden Konzepte Sozialer Arbeit adaptiert und marginalisierte bzw. vulnerable Gruppen adressiert  und zugleich vor einer „Sozialpädagogisierung“ gewarnt.

In der Begegnung mit Lehrenden und Forschenden aus der Sozialen Arbeit sollen im Netzwerk.Dis:Kurs diese Schnittstellen reflektiert werden. Das kubi-online Dossier „Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung im Dialog“, das im April 2026 erschienen ist, bietet dafür Anknüpfungspunkte an.

Der Netzwerk.Dis:Kurs-Austausch möchte Ansätze aus der Sozialen Kulturarbeit und Kulturellen Bildung, aber beispielsweise auch aus der kulturellen Community-Arbeit, aus dem Kontext Healing Culture, aus der Inklusionsarbeit usw. zur Diskussion stellen, die diese Schnittstellen sichtbar machen. Gefragt wird auch, welche Rolle Kultureller und ästhetischer Bildung im Studium und in aktuellen konzeptionellen Entwicklungen Sozialer Arbeit beigemessen wird und wie sich Kulturelle Bildung professionell auf soziale Herausforderungen vorbereiten kann. Die Professionalisierung beider Professionen wird ebenso aufgegriffen wie Fragen von Inter- und Transdisziplinarität.

Die Anmeldung ist per Mail möglich bis 26.06.2026 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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