Aron Weigl/EDUCULT: Freie darstellende Künste und Kulturelle Bildung im Spiegel der bundesweiten Förderstrukturen

Die Praxis der künstlerischen Arbeit in Bildungskontexten, die von den freien darstellenden Künstler*innen geleistet wird, ist sehr divers. Gearbeitet wird in allen Genres und Formaten, mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Doch welche Förderbedingungen sind für gelingende künstlerische Arbeit in Bildungskontexten notwendig, wenn sie von freien darstellenden Künstler*innen geleistet wird? Welche Fördermöglichkeiten für Projekte Kultureller Bildung gibt es auf Länderebene und in den Kommunen? Wie definieren die Akteur*innen ihre Arbeit in diesem Feld selbst? Die vorliegende Studie zu den Förderstrukturen Kultureller Bildung geht diesen Fragen auf den Grund.

Entstanden ist sie im engen Dialog mit freien darstellenden Künstler*innen und durch Gespräche mit Förderinstitutionen. Dabei wurden immer wieder Dialogräume eröffnet, um auch die Fragen diskutieren zu können, deren Beantwortung sich nicht aus der bloßen Zahlenanalyse ergeben kann. So hat diese Studie eine intensive Beschäftigung mit dem Handlungsfeld Kulturelle Bildung im Bundesverband angestoßen. Welche Grundsätze sind für freie darstellende Künstler*innen bei den Förderkriterien für Projekte Kultureller Bildung wichtig, welche Vorgaben können inhaltlich einschränkend wirken? Ist eine eindeutige Definition, was Kulturelle Bildung für Akteur*innen der freien darstellenden Künste bedeutet, notwendig, wäre die Nutzung eines anderen Begriffes sinnvoller oder eher weniger hilfreich, da der Begriff längst Eingang in die relevanten Förderrichtlinien gefunden hat? Wie berechtigt ist die Sorge, dass die Förderung von Projekten Kultureller Bildung auf Kosten der mühsam erkämpften Fördermittel für die freien darstellenden Künstler*innen gehen könnte?
Die Studie zeigt Tendenzen in der Debatte auf, gibt Hinweise, die sich aus dem Vergleich der unterschiedlichen Förderrichtlinien in Bund und Ländern ergeben und gibt Empfehlungen. Für die Akteur*innen vor Ort, aber vor allem auch für die sie vertretenden Landesverbände und den Bundesverband Freie Darstellende Künste. Der alle Bundesländer und den Bund umfassende Überblick über die Förderstrukturen und die ihnen zugrundeliegenden Förderkriterien zeigen den Nachsteuerungsbedarf auf und sind als Gesprächsangebot an die Förderinstitutionen zu lesen. Somit liegt ein Arbeitsinstrument vor, das sich in der Kommunikation nach außen hervorragend nutzen lässt, aber zugleich für Akteur*innen auf der Suche nach passenden Fördermöglichkeiten geeignet ist. 

Diese Studie entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Freie darstellende Künste und Kulturelle Bildung im Spiegel der bundesweiten Förderstrukturen“ im Auftrag des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste e.V. (Berlin) durch EDUCULT – Denken und Handeln im Kulturbereich (Wien)Fachkommunikation der Universität Hildesheim tätig. Sie forschen unter anderem in den Bereichen Barrierefreie Kommunikation und Medienübersetzung.

Publikation aus der Reihe: Materialien und Dokumente zu den freien darstellenden Künsten; Nr. 3, 2018

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Aron Weigl/EDUCULT: Freie darstellende Künste und Kulturelle Bildung im Spiegel der bundesweiten Förderstrukturen
Berlin: Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. 2018
ISBN 978-3-935486-24-8