Kulturelle Bildung ist nicht nur von ihren Gegenständen, Zielen oder Strukturen aus zu denken, sondern auch aus ihren spezifischen Vollzügen und Interaktionen. Der in den letzten Jahren zu konstatierende "performative turn" in den Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften hat auch für die Erforschung kultureller Bildungsprozesse erhebliche Konsequenzen.

Das Cluster setzt hier an und stellt die interaktive Prozesshaftigkeit kultureller Handlungen und das spezifisch kulturpädagogische Handeln in den Mittelpunkt. Begriffe wie Performanz, Präsenz, (ästhetische) Erfahrung, Aneignung, Partizipation und Interaktion rücken damit in den Blick. Bildungsprozesse werden unter dieser Perspektive nicht nur als kognitive, sondern auch als körperliche und soziale Vollzüge verstanden, die sich in situativen Interaktionen vollziehen. Sie öffnen eine Perspektive des Forschens, die Kultur stärker von seinen kreativen und wirklichkeitskonstituierenden Momenten aus denkt und damit der Forderung nach kultureller Teilhabe anders begegnen kann.

Damit verlagert sich das Interesse auf die konkreten Handlungen und Handlungsmöglichkeiten in Angeboten kultureller Bildung. Einerseits sollen vorhandene Theoriekonzepte hinterfragt und erweitert, andererseits die Praxis reflektiert und unterstützt werden. Bestärkt durch partizipatorische Strategien in den zeitgenössischen Künsten, der teilnehmerorientierten Weiterentwicklung von Kulturinstitutionen und Konzepten zur Teilhabe an kultureller Bildung, sollen Realitäten und Möglichkeiten der Partizipation erforscht werden.

Cluster-Sprecher_innen
Dr. Kerstin Hallmann Email-Kontakt
Prof. Dr. Fabian Hofmann Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bisherige und geplante Aktivitäten
Ein konstituierendes Treffen fand am 6. März 2017 in Düsseldorf statt.
Das nächste Treffen des Clusters ist am 4. Juli in Hannover.
Ein Beitrag des Clusters sowie ein weiteres Treffen wird im Rahmen der 8. Netzwerktagung vom 4.-6. Oktober in Kassel stattfinden.