Online-Veranstaltungsreihe des Clusters "Kulturelle Bildung und Diversität"
11. Juli 2022, 18 Uhr 

Ab Sommersemester 2022 veranstaltet das Cluster "Kulturelle Bildung und Diversität" eine Online-Vortragsreihe zur Verschränkung von Klassismus und Kultureller Bildung. Die Reihe richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, Studierende, Lehrkräfte, Dozierende,  Künstler_innen und Interessierte und will mit Vorträgen und Gesprächsrunden eine tiefergehende Auseinandersetzung mit  Kultureller Bildung und Klassismus(kritik) anregen.

Das zentrale Ziel vieler Projekte und Akteur_innen in der Kulturellen Bildung ist es, Zugänge zu schaffen. Es geht dabei häufig um eine Kultur für alle (Hoffmann 1979) bzw. um die Förderung einer Kultur von allen. Oft zeichnen sich Projekte der Kulturellen Bildung durch eine Hinwendung zu gesellschaftlichen Gruppen aus, denen ein (vermeintlich) unzureichender Bildungsstand und/oder mangelnde Zugangsmöglichkeiten zur Kultur attestiert werden. Vermittelt werden sollen in der Kulturellen Bildung ästhetische und/oder soziale Kompetenzen auch mit dem Ziel, die Teilnehmenden von Angeboten "besser zu machen" (GaztambideFerndandez 2017).

Klassismuskritische Perspektiven hingegen problematisieren Zielgruppendefinitionen und Zielsetzungen der Kulturellen Bildung etwa im Hinblick auf Prozesse der Ver-Anderung (Othering) sowie implizite Kultur- und Bildungsbegriffe. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe "Klassismus und Kulturelle Bildung" stehen daher Fragen danach, wie das Theorie- und Praxisfeld Kulturelle Bildung mit gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnissen im Kontext des Klassismus verwoben ist und welche Potenziale die (Analyse-)Perspektive "Klassismuskritik" bietet, um Strukturen, Ziele und Praktiken Kultureller Bildung zu erforschen, hinterfragen und damit möglicherweise auch zu verändern:

- Wessen und welches Wissen und Können wird im Kontext Kultureller Bildung als anerkennens- und erstrebenswert verstanden? 
- Wer soll was von wem lernen und wer profitiert letztlich von den Angeboten Kultureller Bildung? 
- Was können wir aus Erfahrungen und Beispielen in den verschiedenen Sparten Kultureller Bildung in der Arbeit von und mit Menschen, deren Leben durch klassistische Ausschlüsse geprägt war und ist, lernen? 
- Welche Rolle spielen Strukturen und Institutionen der Kulturellen Bildung für die Aufrechterhaltung des Ungleichheitsverhältnisses "Klassismus", und wie könnten sie zu dessen Abbau beitragen? 

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert aus Mitteln der Gleichstellungsförderung an der BTU Cottbus-Senftenberg sowie solchen der Juniorprofessur für DaF/DaZ mit dem Schwerpunkt Kulturstudien an der Universität Leipzig.

Termine im Sommersemester 2022:
- 25.04.2022, 18 Uhr: Einführung in die Klassismuskritik (Referent_in: Francis Seeck, Moderator_innen: Thomas Blum/Kiwi Menrath) 
- 16.05.2022, 18 Uhr: Kulturelle Bildung und Klassismus (Referent_ in: Stefan Bast, Moderator_innen: Thomas Blum/Kiwi Menrath)
- 13.06.2022, 18 Uhr: Medien und Klassismus (Referent_innen: Maja Bogojević, Christian Huberts, Brigitte Theißl, Moderator_in: Adrianna Hlukhovych)
- 11.07.2022, 18 Uhr: Schreibpädagogik und Klassismus (Referent_innen: StefanieLahya Aukongo, Betina Aumair, Nadja Damm, Moderator_in: Josefine Siebert)

Weitere Informationen und den Link zum Online-Raum Webex finden Sie hier. 

Konzeption und Organisation:
Thomas Blum (Theater der Jungen Welt Leipzig), Adrianna Hlukhovych (Otto-FriedrichUniversität Bamberg) Stefanie Kiwi  Menrath (BTU Cottbus-Senftenberg), Josefine Siebert (BTU Cottbus-Senftenberg).

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