Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel
8. - 9. Februar 2021 

Welche Möglichkeiten bieten kreative Methoden der bildungspolitischen Arbeit für die Auseinandersetzung mit Diskriminierungsformen wie Rassismus und Antisemitismus, die die Lebenswelt und den (Schul-)Alltag von Schüler_innen und Lehrer_ innen prägen? Das Modul der Qualifizierungsreihe gibt Impulse für die Reflexion der Themen und erörtert anhand von Praxisbeispielen die Notwendigkeit einer diskriminierungskritischen Haltung für die eigene professionelle Praxis.

Rassismus, Antisemitismus und weitere Diskriminierungsformen sind für viele Menschen in Deutschland eine alltägliche Lebensrealität, die starken Einfluss auf die psychische und soziale Entwicklung haben kann. Gerade gegenüber jungen Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, haben Erwachsene im Schul- und Jugendarbeitskontext einen besonderen Schutzauftrag. Damit marginalisierte Positionen gestärkt werden können, gilt es stets die eigene gesellschaftliche Position zu reflektieren und die eigene Arbeit so zu gestalten, dass die Herstellung von Chancengleichheit, die Sicherstellung von dem Recht auf Teilhabe und der Schutz vor Diskriminierung gewährleistet sind.

In diesem Modul erarbeiten wir eine Definition von Diskriminierungsformen wie Antisemitismus und Rassismus, und setzen uns zunächst grundsätzlich damit auseinander, welche Wirkungsweisen und Funktionen sie beinhalten. Was ist eigentlich Rassismus und was Antisemitismus, und wie kann eine Reflexion darüber im Kontext der eigenen schulischen Praxis gelingen? Wie können wir lernen, diese Formen der Abwertung als solche zu erkennen und zu benennen? Welche Rolle spielt Sprache und »was darf man überhaupt noch sagen«? Und wie kann eine vorurteilsbewusste Praxis im Sinne der von Ausgrenzung und Abwertung betroffenen Adressat*innen auch im schulischen Alltag umgesetzt werden?

Der Workshop bietet interaktive sowie selbstreflexive Übungen, Methoden der politischen Bildungsarbeit und eine theoretische Einführung in das Themenfeld.
Schwerpunkte sind:
• Vermittlung von Wissen zum Thema Rassismus, Antisemitismus und die Verschränkung mit anderen Diskriminierungsstrukturen
• Reflektion über die eigene gesellschaftliche Position
• Entwickeln von Handlungsstrategien

Weitere Informationen finden Sie hier.

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