Bildung in der digitalen Welt: Welche Kompetenzen benötigen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Dozierende in der Lehrkräftebildung

Stiftung Universität Hildesheim
26. + 27. Juni 2020

Nicht erst mit der letzten Ausschreibungsrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist das Thema Digitalisierung in der Qualifizierung von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern ins Zentrum der Aufmerksamkeit der meisten lehrerbildenden Universitäten gerückt.

Den Hauptbezugspunkt der Bemühungen bildet die Zielsetzung, Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben in einer digitalen Welt vorzubereiten. Entsprechend stehen digitalisierungsbezogene Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler in schulischen Lernsettings entwickeln sollen, im Fokus von Rahmenkonzeptionen wie etwa dem Strategiepapier der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“. Einschlägige Kompetenzen von Lehrkräften beziehen sich einerseits auf die Diagnose und Förderung dieser „Kompetenzen in der digitalen Welt“ auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, andererseits auf die Nutzung der durch die Digitalisierung eröffneten Möglichkeiten zur Erreichung von Unterrichtszielen. Nicht zuletzt ergeben sich in diesem Umfeld auch neue Kompetenzanforderungen an die Dozierenden in der universitären Lehrkräftebildung. In den aktuellen Diskussionen zeichnet sich noch wenig Klarheit darüber ab, wie diese Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Dozierenden in der universitären Lehrkräftebildung aufeinander bezogen sind.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus dem rapiden und nicht annähernd präzise prognostizierbaren technologischen und sozialen Wandel. Digitalisierungsbezogene Kompetenzen, wie sie Schülerinnen und Schüler in der Zukunft benötigen, beziehen sich auf Anforderungssituationen, die heute vielfach noch gar nicht oder allenfalls in Umrissen bekannt sind. Eine Vermittlung von Kompetenzen, die einseitig auf den Umgang mit den heutigen technischen, informationsbezogenen und kommunikativen Möglichkeiten ausgerichtet ist, läuft Gefahr, wenig nachhaltig zu sein. In diesem Zusammenhang stellen sich ähnliche Fragen, wie sie in Verbindung mit der Idee von „Schlüsselqualifikationen“ seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts diskutiert wurden. Im Kern geht es dabei um die Identifikation von Kompetenzen, die die Bewältigung heute teilweise noch unbekannter Anforderungen ermöglichen. Mit vordergründig einleuchtenden Leerformeln als Kompetenzbeschreibungen ist dabei wenig auszurichten; vielmehr geht es darum, benennbare Wissensbestände und spezifische Kompetenzen zu identifizieren, die Schülerinnen und Schüler mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einem adaptiven Umgang mit sich wandelnden Anforderungssituationen befähigen könnten.

Die vom Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) der Universität Hildesheim organisierte Tagung „Bildung in der digitalen Welt: Welche Kompetenzen benötigen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Dozierende in der Lehrkräftebildung?“ verfolgt das Anliegen, die Diskussion von Lösungsansätzen für diese Herausforderungen zu stimulieren, nicht zuletzt um damit zur Orientierung vieler im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung und anderen Kontexten durchgeführter Vorhaben beizutragen.

Für die Hauptvorträge der Tagung konnten als Referentinnen gewonnen werden:
- Prof. Dr. Katharina Scheiter (Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen)
- Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs (Technische Universität Kaiserslautern)



Tagungsteam

Stiftung Universität Hildesheim, Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
Professor Dr. Christof Wecker Professorin Dr. Katrin Hauenschild
Professorin Dr. Melanie Fabel-Lamla Professor Dr. Jürgen Menthe
Professor Dr. Peter Frei Professorin Dr. Barbara Schmidt-Thieme
Ansprechpartnerin: Sabrina Zourelidis (CeLeB Abteilung 2: Forschung und wiss. Nachwuchs)
Kontakt: Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Telefon 05121 883 92520

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