Kulturelle Ausdrucksformen und künstlerische Teilhabe in schulischer und außerschulischer Bildung

Kulturcampus Domäne Marienburg, Stiftung Universität Hildesheim
27. + 28. September 2019

Kulturelle Bildung ist immer auch ein gestalterischer Prozess der Aushandlung von Möglichkeiten des gesellschaftlichen Miteinanders. Als Schnittstelle zu schulischer und außerschulischer Bildung kommt der Kulturellen Bildung eine zentrale gesellschaftsgestaltende und damit kultur- und bildungspolitische Funktion zu.

Jahrestagung des Zentrums für Bildungsintegration (ZBI) in Kooperation mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim.

Wenn Bildung die Fähigkeit der einzelnen Person ausmacht, sich in der Welt zurechtzufinden, das eigene Leben zu gestalten und soziales Leben mit anderen zu verantworten, dann ist kulturelle Bildung die Art und Weise, dieses mittels der unterschiedlichen Künste und kulturellen Ausdrucksmöglichkeiten bzw. mithilfe des Spiels zu tun. (Kirsten Witt 2017)

In spielerischer Auseinandersetzung und der Suche nach ästhetischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen kann letztlich ein gesellschaftsrelevanter Gestaltungswillen gestärkt und Gestaltungskompetenzen der Individuen der jeweiligen Sozialgemeinschaften vermittelt werden. Da die Dynamiken und Transformationsprozesse unterschiedlicher Communities abhängig von den Lebensbedingungen und sozialräumlichen Verortungen sind, so ist auch die Bildungslandschaft als solche vor die Herausforderung gestellt, sich auf die Diversität dieser zu beziehen. In ländlichen Räumen kann Kulturelle Bildung auf die generationsübergreifenden Strukturen der eher bewahrenden Breitenkultur aufbauen, in urbanen Räumen mag hingegen die Fokussierung auf experimentellere Formate und Diversität als Alltagserfahrung im Mittelpunkt stehen. Wie kann ein gestaltender Umgang mit Diversität vermittelt werden? Welche Potentiale bieten Formate der Kulturellen Bildung innerhalb der schulischen und außerschulischen Bildung. Wie wird die Kulturelle Bildung selbst zum Integrationsmotor? Wer sind ihre Akteure? Welche Hürden gilt es zu meistern, welche Gelingensbedingungen sind zu identifizieren? Welche kulturpolitischen Rahmenbedingungen entsprechen den Bedarfen und Herausforderungen einer diversitätssensiblen Kulturellen Bildung in Stadt und Land, im schulischen und außerschulischen Umfeld?

In Theorie, Diskurs und Praxis will die Tagung einen weit gefächerten Blick auf die Thematik wagen und nach neuen Ansätzen suchen. In Formaten wie Vorträgen, Workshops und Panelbeiträgen werden Akteure aus Praxis, Forschung und Lehre das Feld in den Blick nehmen, Perspektiven und Handlungsempfehlungen entwickeln.

Veranstalter*innen: Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) in Kooperation mit dem Institut für Kulturpolitik der Stiftung Universität Hildesheim

Anmeldung, Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

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