Die Fliedner Fachhochschule ist eine junge private Fachhochschule mit den Schwerpunkten Bildung, Pflege und Funktionsbereiche der Medizin. Sie entstammt der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf – einem der ältesten diakonischen Unternehmen in Deutschland. 

Ästhetische Bildung wird hier als besondere Weise des kindlichen Weltzugangs verstanden. Im aktuellen elementarpädagogischen Diskurs und in allgemeinpädagogischer Tradition sind Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater und Literatur keine „Fächer“ – vielmehr gehört der aisthetische, d.h. der leib-sinnlich vermittelte Umgang mit sich und der Welt zum Zusammenspiel der „hundert Sprachen des Kindes“.

Forschung und Lehre der ästhetischen Bildung und Erziehung drehen sich also darum, ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen, anzuregen und zu reflektieren. Dazu gehören Praxisprojekte, Exkursionen und Ausstellungen. Das Museum als Ort und das Sammeln, Ordnen und Ausstellen als Praxis bilden dafür einen besonderen Fokus. Forschung und Lehre bewegen sich somit zwischen ästhetischer Bildung, Kunstpädagogik und Museumspädagogik.

Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung

  • Kunstvermittlung im Museum als Erfahrungsraum

In einem Verbund von Museumspraktikern und Wissenschaftlern aus (Kunst-)Pädagogik, Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte soll das klassische Verständnis des Museums (zuerst als „Musentempel“, dann als „Lernort“) im Hinblick auf Pädagogik aktualisiert werden. Dazu werden empirische Studien und theoretische Konzepte zusammengeführt. Es zeigt sich, dass aus phänomenologischer Sicht das Erscheinen zum zentralen Bezugspunkt wird: Das Museum ist somit ein Ort, in dem jemandem etwas erscheint. Dies ist insbesondere in seiner leiblichen Dimension bedeutend und bildet für die Pädagogik einen entscheidenden Ausgangspunkt.

  • Aneignung und Erfahrung

Während das Thema „Vermittlung“ im pädagogischen Diskurs viel Raum einnimmt, ist die Aneignung durch die Teilnehmer bislang nur rudimentär erforscht. Aufbauend auf Jochen Kades Konzept der „Pädagogischen Kommunikation“ (Kade 1997) und eigener Forschung zur Interaktion in Kunstvermittlungssituationen (Hofmann 2015) soll der Aneignungsbegriff weiter empirisch und theoretisch geklärt werden. Insbesondere die Verbindung zum Begriff der Erfahrung (Dewey) bzw. der ästhetischen Erfahrung scheint erfolgversprechend. 


Ansprechpartner/Kontakt
Prof. Dr. Fabian Hofman (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
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