Text der Gründungsmitglieder des Netzwerks Tobias Fink, Burkhard Hill, Vanessa-Isabelle Reinwand, Alexander Wenzlik

Der Artikel stellt ein erweitertes Wirkungsmodell als Diskussionsgrundlage vor, dem eine Übersicht über fünf verschiedene Ansätze der Erfassung, Dokumentation, und Erforschung von Wirkungen Kultureller Bildung folgt: Evaluationen, Dokumentarfilme, Transferforschung, Biografische Forschung, Prozessorientierte Forschung. Zum Abschluss des Artikels diskutieren wir die Notwendigkeit einer theoretischen Bezugnahme von Forschung und
verweisen mit der „Strukturalen Bildungstheorie“ von Marotzki auf die Möglichkeit, Lern- und Bildungsprozesse voneinander zu unterscheiden.

Die hohe Bedeutung Kultureller Bildung wird im Moment in zahlreichen Publikationen, Agenden und Resolutionen beschworen. Dabei ist zu beobachten, dass der Legitimationsdruck, dem sich Projekte Kultureller Bildung ausgesetzt sehen, dadurch nicht schwindet, sondern – im Gegenteil – steigt. Projekte sollen ihre Wirksamkeit „nachweisen“ und die Wissenschaft wird angefragt, genau diese Wirkungsnachweise beizubringen. Eine einfache Übertragung traditioneller Wirkungsmodelle erweist sich allerdings als schwierig und dem komplexen Phänomen Kultureller Bildung unangemessen. Daher stellen wir mit diesem Artikel ein erweitertes Wirkungsmodell als Diskussionsgrundlage vor, dem eine Übersicht über fünf verschiedene Ansätze der Erfassung, Dokumentation, und Erforschung von Wirkungen Kultureller Bildung folgt: Evaluationen, Dokumentarfilme, Transferforschung, Biografische Forschung, Prozessorientierte Forschung. Zum Abschluss des Artikels diskutieren wir die Notwendigkeit einer theoretischen Bezugnahme von Forschung und verweisen mit der „Strukturalen Bildungstheorie“ von Marotzki auf die Möglichkeit, Lern- und Bildungsprozesse voneinander zu unterscheiden.

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