„Kritische Kulturpädagogik“ setzt sich – wie jede Pädagogik – in Theorie und Praxis mit der Frage auseinander, wie die Entwicklung von Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit gelingen kann. Hierbei spielen neben unmittelbaren pädagogischen Interventionen die jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Diese verändern sich im Zuge einer neoliberalen Sicht auf Gesellschaft und Mensch seit einiger Zeit gravierend. Daher scheint es notwendig zu sein, mehr und intensiver als bisher in der Kulturpädagogik nicht nur diese Rahmenbedingungen mit ihren Auswirkungen zu untersuchen, sondern auch zu reflektieren, inwieweit Widerständigkeit als pädagogisches Prinzip verstärkt in Forschung, Theorie und Praxis berücksichtigt werden muss. Insbesondere bedeutet das, sich intensiv mit Prozessen der Liberalisierung, Ökonomisierung und Globalisierung auseinander zu setzen. Es geht zudem um eine erneute Arbeit an unseren Begrifflichkeiten, ihrer theoretischen Fundierung und ihrer historischen Genese.

Das Themencluster „Kritische Kulturpädagogik“ will diesen Fragen nachgehen. Eine erste ausführlichere Beschreibung dieses Ansatzes findet sich in dem Text von Max Fuchs: Brauchen wir eine Kritische Kulturpädagogik? (www.kubi-online.de)

Clustersprecher
Tom Braun, Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Max Fuchs, Universität Duisburg-Essen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geplante Aktivitäten
Ein konstituierendes Treffen des Themenclusters findet auf der 8. Netzwerktagung in Kassel statt (4.-6. Oktober 2017). Darüber hinaus ist die Herausgabe einer Textsammlung „Kritische Kulturpädagogik“ in Vorbereitung.